Die Stadt Gera ist im Osten des Freistaates Thüringen beheimatet und sie ist kreisfrei. Im Jahr 995 wurde Gera zum ersten Mal urkundlich erwähnt und sie ist die drittgrößte Stadt in Thüringen. Nachdem Gera 1959 die Grenze von 100000 Einwohnern überschritt, wurde sie zur Großstadt ernannt. Vor dem Mauerfall erreichte sie mit ca. 135000 ihren höchsten Wert. Seit 1990 fällt die Einwohnerzahl rapide ab und liegt derzeit knapp unter 100000 Einwohnern. Das ist auch bei der Immobilienbewertung zu berücksichtigen. In Gera hat die Berufsakademie Gera ihren Sitz, sie ist eine private medizinische Hochschule. In Gera wurde die Bundesgartenschau 2007 durchgeführt.

Gera war zur Zeit der Stoff- und Tuchindustrie eine der reichsten Städte in Deutschland. Für Gutachter sind die über 100, zum Teil sehr bedeutenden Stadtvillen wie z.B. die „Villa Schulenburg“ interessant. Sie zeugen heute vom Glanz und Reichtum vergangener Zeiten. Bis heute bildet der Markt das historische Zentrum der Stadt unter anderem mit dem 1576 eingeweihten Geraer Rathaus, der Stadtapotheke und dem Simsonbrunnen. Durch mehrfache Zerstörungen und Stadtbrände und die Bombardierung im Zweiten Weltkrieg sind in Gera nur wenige Bauwerke aus der Zeit vor dem 18. Jahrhundert erhalten.

Die bekannten historischen Kirchengebäude sind im Stadtzentrum von Gera. Immobiliensachverständige mögen die Salvatorkirche (Barock mit Jugendstil), die Johanniskirche (Neogotik) und die Trinitatiskirche (Barock, Neogotik) sowie in Untermhaus die Marienkirche (Spätgotik).

Für die Wertermittlung interessant sind die einzigartigen, über zweihundert Geraer Höhler. Es handelt sich um Keller unter den eigentlichen Kellern der Häuser in der historischen Altstadt. Sie entstanden im 17. und 18. Jahrhundert. Hier wurde das von den Bürgern gebraute Bier gelagert. Nach dem damaligen Stadtrecht war das Braurecht an Hausbesitz innerhalb der Stadt gekoppelt. Die Geraer Höhler waren nicht miteinander verbunden und nur vom Haus bzw. Keller darüber zugänglich. Später gerieten die Höhler in Vergessenheit. Einige von ihnen wurden im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker genutzt.

In Gera unterhält der MDR ein Rundfunkstudio.Von 1992 bis 1994 befand sich auch das Landesfunkhaus Thüringen des MDR-Fernsehens in der Hermann-Drechsler-Straße in Gera-Untermhaus.

Der Maler und Künstler Otto Dix, der 1891 in Gera-Untermhaus das Licht der Welt erblickte, ist der berühmteste Sohn von Gera. Es werden in Gera die Werke von Dix präsentiert und Interessierte können sich in seinem Geburtshaus umsehen. Sein Name machte die Otto-Dix-Stadt Gera international bekannt. Er würde heute stolz auf seine Heimatstadt sein: Überaus anziehend und liebenswert präsentiert sich die Stadt und lockt zu einem Stadtbummel, zum Shoppen, zum Studium der kulturhistorischen Traditionen oder zum Freizeitspaß. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle. Überzeugen Sie sich selbst!

Für ein Sachverständigenbüro sind auch die infrastrukturellen Veränderungen von Bedeutung. So schätzen Besucher der Stadt die Sehenswürdigkeiten und bei einem Bummel durch Gera kann man die historisch gewachsene Altstadt erkunden. Anschließend laden eines der gemütlichen Cafés oder Kneipen zum Ausruhen ein und Sie lernen die Liebenswürdigkeit und Gastlichkeit der Stadt kennen.